Sehenswürdigkeiten
Auch hinter den Zaun gucken
Wer sich für einen Besuch der japanischen Inseln entscheidet, steht vor der Qual der Wahl: Das Land besteht aus verschiedenen Regionen und Präfekturen, die sich bezüglich ihres Klimas, aber auch ihrer Sehenswürdigkeiten stark unterscheiden können. Hokkaido ist beispielsweise der Name der Nordinsel sowie die zweitgrößte Insel Japans, die im Winter besonders schneereich und kalt ist. Der Nordosten Honshus, Japans Hauptinsel, ist bekannt für seine heißen Quellen und Skigebiete, während beispielsweise die alte Kaiserstadt Kyoto mit ihrem alten Kaiserpalast und traditionellen Geisha-Viertel weiter südlich, noch vor den Japanischen Alpen liegt. Die Südinsel Kyushu ist insbesondere für ihre Bäder und Strände bekannt – wärmer ist es nur auf der subtropischen Inselkette Okinawa, die ebenfalls noch zu Japan gehört.
Zahlreiche Tempel und Schreine schmücken das Land und Sehenswürdigkeiten wie der Fuji-san, Hiroshima sowie die Himeji-Burg laden zu Entdeckungstouren ein. Gern übersehen wir jedoch auch einige Sehenswürdigkeiten, die direkt vor unserer Nase liegen – die wir aber nicht als Sehenswürdigkeiten vernehmen. Die Rede ist von wundervollen Gärten, die in Japan eine besondere Tradition haben.
Japanische Gärten: Die Kunst, Leere zu arrangieren
Gärten in Japan sind wahre Kunstwerke, in denen nichts dem Zufall überlassen bleibt: Gartenaufbau, Pflanzenauswahl, Formen und Materialien ergänzen sich zu einer Gesamtkomposition, die Ruhe und Harmonie ausstrahlt. Eine ganz besondere Variante der japanischen Gärten stellen die Zen-Gärten dar - Trockengärten, die ausschließlich der Meditation dienen.
Gärten findet der Besucher in Japan nicht nur auf Privatgrundstücken, sondern auch in Stadtparks, an historischen Sehenswürdigkeiten oder in der Nähe von Tempeln und Schreinen. Ein Besuch lohnt sich allein schon aufgrund der schlichten Schönheit der Anlagen und ihrer Ruhe, die besonders in Millionenstädten wie Tokyo gut tut. Insbesondere Hobbygärtnern sei ein Besuch empfohlen: Anregungen für den heimischen Garten finden sich hier allemal und da in der japanischen Gestaltungslehre gilt „je reduzierter und schlichter, desto hübscher und erstrebenswerter“, sind die Formen und Arrangements nicht so kompliziert, dass man sie nicht übernehmen könnte.
