Reizvolle Kontraste
Sinfonie der Farben und Aromen
Madagaskar ist dem größten Teil der Deutschen wahrscheinlich am ehesten durch das Lied bekannt, in dem pestkranke Seeleute vor der so weit entfernten Insel liegen. Dass der Inselstaat aber auch als heißer Tipp für alle Reisenden gilt, die traumhaft schöne Landschaften, Wildnis, unbekannte Kulturen sowie einen Schuss Abenteuer suchen, wissen die wenigsten. Dabei bietet die viertgrößte Insel der Welt eine wahre Sinfonie an Farben, Formen und Aromen, die die Sinne berauschen und die Sehnsucht nach der Fremde wecken.
Insel im Rausch der Farben
Schon im Landeanflug auf Madagaskar wird klar, warum die Franzosen ihre ehemalige Kolonie „l'île rouge“ nennen: Ihre roten Lateritböden, die in weiten Teilen des Landes zu finden sind, lassen die Insel vor der Küste von Mozambique wie ein Juwel im tiefen Blau des indischen Ozeans aufleuchten. An der Küste weicht das tiefe Dunkelblau einem aquatischen Türkisblau, das in Zusammenspiel mit den schneeweißen, palmenbestandenen Stränden der Nordküste jedes Klischee vom Südseetraum erfüllt. Übrigens: Insbesondere die Insel Nosy Be vor der Nordwestküste Madagaskars ist für ihre Traumstrände bekannt.
Im Kontrast zur Küste präsentiert sich das fruchtbare Hochland Madagaskars in einem üppigen Grün: Die grasbewachsenen sanften Hügel wechseln sich ab mit kunstvoll angelegten Reisterrassen, die mit ihrem zarten Hellgrün einen reizvollen Kontrast zu den üppig blühenden Bäumen und den roten Lehmhäusern der Bauern schaffen. Grün ist auch die Farbe des Regenwaldes, der neben Wasserfällen und wild-romantischen Wasserwegen auch unzählige exotische Tier- sowie Pflanzenarten beherbergt.
Düfte und Gewürze
Nicht nur Farben machen einen Besuch von Madagaskar zu einem Erlebnis für die Sinne: Die Gewürzinsel durchströmen auch unzählige intensive Aromen, die von der Hitze und Luftfeuchtigkeit noch verstärkt werden. Weit verbreitet ist beispielsweise der Anbau von Pfeffer, aber auch auf Zimt sowie Chili stößt man allerorts in den Gärten, Plantagen und Kochtöpfen. Während vor allem im Osten Madagaskars der Nelkenanbau weit verbreitet ist, betört der Duft von Ylang-Ylang die Nasen der Besucher im Norden.
