Wildes Afrika
Allein in der Wildnis Afrikas?
Afrika ist für viele Deutsche das Ziel ihrer Träume: Namibia Fotos von gewaltigen orangeroten Dünen, wilden Tieren, die sich wie ein Schattenriss gegen die untergehende Sonne abzeichnen sowie skurrilen Baobab-Bäumen, deren Äste wie Wurzeln in den Himmel zu wachsen scheinen, erwecken Sehnsucht nach dem großen Land im Südwesten des Schwarzen Kontinents. Zugute kommt Namibia, dass das Land im Gegensatz zu anderen afrikanischen Staaten seit Jahren politisch relativ stabil ist. Insbesondere viele Deutsche zieht es daher in die ehemalige Kolonie, um hier den Traum von Ursprünglichkeit sowie Wildnis zu erleben.
Wildnis und Weite erleben
Allzu ursprünglich geht es in Windhoek, der Hauptstadt des Landes, allerdings nicht zu. Am Hosea Kutako International Airport gelandet, präsentiert sich die Stadt ihren Besuchern außerordentlich europäisch sowie modern. Niederländische als auch deutsche Siedler haben sich mit ihren Kolonialbauten im Stadtbild verewigt – von afrikanischer Kultur und Lebensart geschweige denn Wildnis zeugt hier wenig. Aber dieser Eindruck wird sich sicherlich während einer Namibia Rundreise noch ändern.
Wer das archetypische Afrika mit seinen weiten Savannen und wilden Tieren, mit romantischen Lichtstimmungen, Wüsten sowie traditionell lebenden Stämmen entdecken will, unternimmt einen Ausflug in ein Naturschutzgebiet oder einen der berühmten Nationalparks des Landes. Absolute Ruhe und Abgeschiedenheit findet man insbesondere in den großen Parks Ethosha Nationalpark und Namib-Naukluft-Park jedoch selten: Der Tourismus ist zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden und so strömen jedes Jahr Tausende Touristen in die Nationalparks, um die märchenhaften Sandgebirge der Namib oder die riesigen Tierherden im Etosha-Park zu bestaunen.
Aber es gibt sie noch, die menschenleere Weite und unberührte Wildnis Afrikas. Einer der schönsten Parks ist beispielsweise der geisterhaft anmutende Skelettküstenpark, der nur mit Ausnahmegenehmigung und zum Teil per Flugzeug erkundet werden kann. Nur im Konvoi bewegt man sich am besten im Kavango-Park fort: Der weniger bekannte Nationalpark bietet Giraffen, Elefanten, Löwen, Leoparden, Hyänen und Schakalen ein geschütztes Zuhause. Noch wilder geht es im äußersten Nordwesten Namibias, im Kaokoveld zu: Die Region zählt zu eine der letzten unbewohnten und wilden Gegenden des Landes. Ihre weiten, stillen Landschaften mit silbrig schimmernden Grasfeldern, steilen Schluchten und hohen Gebirgszüge, gewaltigen Wasserfällen und riesigen Baobab-Bäumen können nur per Geländewagen erkundet werden.
