Leben im Dschungel
Weitab der Zivilisation...
Der Name Suriname klingt für viele Menschen exotisch sowie abenteuerlich, nach Ursprünglichkeit, Wildnis sowie tropischem Paradies. Tatsächlich ist der größte Schatz des Landes seine ursprüngliche, wild-romantische Landschaft, die nicht ohne Grund zu großen Teilen unter Naturschutz steht. Etwa 80 Prozent der Landesfläche ist vom Amazonas-Regenwald bedeckt, der mit seiner extrem vielfältigen Flora und Fauna, seinem undurchdringlichen Dickicht, seinen vielen kleinen und großen Wasserwegen und Erhebungen neben unzähligen Forschern auch immer mehr neugierige Besucher fasziniert.
Urwaldriesen und einzigartige Tiere
Wer Suriname als sein Reiseziel auswählt, möchte in der Regel folgendes: Eine Tour durch den Regenwald unternehmen. Dieser Wunsch ist nur allzu verständlich: Uralte, riesige Bäume wachsen hier dicht an dicht, unzählige Facetten von Grün verwirren das Auge, die intensiven Geräusche und Düfte gepaart mit der extremen Luftfeuchtigkeit rauben den Atem. Der Regenwald ist aber nicht nur Heimat gigantischer Bäume, dichter Lianen sowie zahlloser Früchte und Blumen – er beherbergt auch einige der seltensten Tierarten der Welt (und noch viel mehr bisher unentdeckte Arten, die es zu schützen gilt). Wer mit offenen Augen durch den Wald streift und sich von der hervorragenden Tarnung vieler Tiere nicht beirren lässt, entdeckt immer wieder neue, faszinierende, farbenprächtige Tiere wie den im Dunkeln leuchtenden Lila Frosch, die Surinam-Rotschwanzboa oder mit sehr viel Glück so seltene Tiere wie den Ozelot.
Auf den Spuren der Indianer und Buschmänner
Transportweg Nummer eins im Regenwald Surinams sind die vielen, zum Teil miteinander verbundenen Wasserwege – sich auf dem Landweg in akzeptabler Zeit durch den dichten Dschungel zu schlagen ist auf Dauer schlichtweg unmöglich. In den meisten Fällen sind Besucher und Einheimische gleichermaßen mit dem „Korjaal“ unterwegs, einem schmalen Einbaum mit Stechpaddeln oder Außenbordmotor. Auf ganz ähnliche Weise bewegten sich über Jahrhunderte auch die einheimischen Ureinwohner und später die Buschmänner fort. Noch immer findet man mitten im Urwald ihre Dörfer und Siedlungen, die zum Teil mehrere Tage per Boot von der Zivilisation entfernt liegen. Kannibalen und Schrumpfköpfe gibt es hier zwar nicht mehr – dafür aber ganz wunderbare Einblicke in eine völlig andere Welt mit ihren ganz eigenen Gesetzen.
