Land des Buddhismus
Auf den Spuren des Buddhismus
Tibet gilt noch immer als ein ganz besonderes, ausgefallenes Reiseziel, was auf der einen Seite sicherlich seiner besonderen politischen Stellung geschuldet ist, auf der anderen Seite aber auch seiner besonderen Lage. Wer nach Tibet reist, hat keinen Pauschal- oder Erholungsurlaub im Sinn. Wer nach Tibet reist, möchte die raue, ursprüngliche, phantastisch schöne Bergwelt erleben, spüren wie es sich anfühlt, den Elementen praktisch schutzlos ausgeliefert zu sein. Viele Tibet-Reisende haben sich auch ganz bewusst für dieses Urlaubsziel entschieden, weil sie Anhänger des Buddhismus sind oder sich dieser Religion zumindest nah fühlen. In kaum einem anderen Land spielt der Buddhismus eine so große Rolle wie in Tibet, sei es im Alltag oder in den Klöstern – ein perfekter Ort also, um sich der Religion zu nähern.
Lektion Buddhismus
Unbestrittenes Zentrum des Tibet-Tourismus ist die alte Hauptstadt Lhasa. Schon seit Jahrzehnten zieht es tausende Besucher täglich zum Potala, der ehemaligen Winterresidenz und offiziellen Residenz des Dalai Lamas. Darüber hinaus gibt es in Lhasa drei konzentrische Pilgerrouten, auf denen Pilger, aber auch Otto-Normal-Besucher die Altstadt erkunden können. Schnell wird klar: Lhasa hat weit mehr zu bieten als „nur“ das heutige Potala-Museum. Neben der renommierten Kloster-Universität Sera beispielsweise auch einige der bedeutendsten Heiligtümer und Klöster des Landes wie das Kloster Drepung oder der Dschokhang-Tempel in unmittelbarer Umgebung. Und die faszinieren westliche Besucher nicht nur wegen ihrer beeindruckenden Lage, sondern auch aufgrund ihrer typisch tibetischen Architektur und dem einfachen Klosterleben selbst.
Wer mehr Zeit mitbringt und Tibet nicht nur im Rahmen einer China Rundreise entdecken will, sollte auf keinen Fall auf Ausflüge in weitere tibetische Städte wie Gyantse oder Shigatse verzichten. Meisterwerke der tibetischen Architektur, bedeutende Klöster und die Sommerresidenzen des Panchen Lama erwarten die neugierigen Besucher hier. Der Weg zu diesen Stätten führt entlang alter Karawanenwege, durch das Tsangpo-Tal und über den Kampa-La-Pass – und lässt erahnen, wieso neben dem Buddhismus auch der Götter- und Geisterglaube in der Bevölkerung nach wie vor weit verbreitet ist.
